No worries, mate - Die Aussies

Huhu!

 

Heute gab es in Melbourne ein "kleines" Unwetter. Es stürmte sehr stark, sodass einige Mülltonnen umfielen und Äste sowie Vögel (!!) vom Winde verweht wurden!

Ich traf mich gegen Mittag mit einer weiteren Backpackerin (Renée wollte währenddessen mit ihrer Familie skypen), woraufhin wir zuerst zum Supermarkt gegangen sind. Dort angekommen, stellten wir relativ schnell fest, dass die Preise deutlich höher sind als in Deutschland - wie zu erwarten. Aber was z.B. viel günstiger ist, sind Pringles. Für jeden, der diese nicht kennt: Es sind so ziemlich die besten Chips überhaupt!:) Jedenfalls kosten diese Chips hier nur 2 Dollar, was so ca. 1,35 Euro sind. Also fast 1 Euro günstiger als in Deutschland. Außerdem ist Benzin hier viel günstiger als in Deutschland. Eine gute Voraussetzung, wenn man darüber nachdenkt, sich hier ein Auto zu kaufen. 

Nach dem Gang zum Supermarkt, wollten wir eigentlich zur Southbank fahren, aber da wir beide nicht so den besten Orientierungssinn haben, wollten wir es bei unserem Standort belassen und uns einen Platz zum Rumhängen suchen.

Und dieser Platz wurde dann letztendlich der Spielplatz:D 

Trotz des miserablen Wetters, mussten wir draußen verweilen, da unsere Hosts (Gastfamilie, falls man es so bezeichnen kann) nicht wollten, dass Renée und ich Besuch bekommen. Naja, bei gefühlten 10 Grad, Regen, Sturm und grauem Himmel saßen wir also gekleidet in so ziemlich allen Jacken und Pullis, die wir dabei hatten, auf dem Spielplatz, umgeben von zahlreichen Leuten, die anscheinend auch keine Bleibe haben, da sie bei dem Wetter auch auf dem Spielplatz sind! In Deutschland kennt man es auf Spielplätzen eigentlich so, dass Eltern entweder mit den Kindern spielen oder zumindest auf sie aufpassen. Hier ist es ein wenig anders .. Während kleinste Kinder auf die Klettergerüste klettern, machen die Eltern Sport!:D Klimmzüge an der Schaukelstange oder sie gehen einfach nur joggen. Und das ganze in T-Shirts, trotz der Kälte. Ob Jacken weggeweht werden oder der Kinderwagen umfällt, spielt hier irgendwie keine Rolle :D Wie man sieht, sind die Menschen hier sehr locker und leben nach dem Motto "No worries, mate", was so viel heißt wie "Mach dir keine Gedanken, mein Freund". Auch als wir letztens mit dem Bus fahren wollten, stellten wir fest, dass der hier tut und lässt, was er will! Entweder er kommt zu früh, zu spät oder gar nicht! Also verlassen kann man sich darauf 0. Da kann man sich in Deutschland eigentlich glücklich schätzen, weil fast nie ein Bus ausfällt und er auch meist pünktlich kommt.

Auch durften wir hier feststellen, dass die Bushaltestellen weder eine Beschriftung noch einen Fahrplan haben.. Ich weiß nicht wie man sich hier jemals auskennen soll :D Deshalb wurde es auch zu einem größeren Abenteuer als ich abends im Dunkeln versuchte, mein Zuhause alleine zu finden.. Aber ich kam an. Das reicht!

Ach und wo ich schon einige Unterschiede und Erlebnisse aufzähle, kann ich auch direkt zu meinem ersten Jobangebot kommen!

Als ich vor einigen Tagen im Supermarkt war, kam ein Mann auf mich zu und fragte, ob ich Tourist bin - wie auch immer man das jemandem ansieht. Jedenfalls fragte er, was ich hier mache und um das ganze abzukürzen, bot er mir einen Job an. Er meinte, dass er jemanden kennt, der Leute sucht, die Ölgemälde verkaufen - also man soll von Tür zu Tür laufen und den Einheimischen Ölgemälde andrehen! Die Bezahlung sei gut und es wäre leicht verdientes Geld. Allerdings stellte sich dann heraus, dass man den Job mindestens 1,5 Monate machen muss, was mir ehrlich gesagt etwas zu lang ist. Außerdem kommt mir das ganze nach wie vor dubios vor. Wer würde in Deutschland im Supermarkt jemanden ansprechen mit der Intention, jemandem einen Job anzubieten? Wohl eher, um zu fragen, wo sich bestimmte Produkte befinden.

Also entweder kommt es mir seltsam vor, weil man es aus Deutschland nicht kennt oder weil es wirklich seltsam ist! Aber wie man sieht, sind die Australier sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und freundlich. Wenn du jemanden nach dem Weg fragst, sind sie entweder total euphorisch und zeigen dir exakt , wo du lang laufen musst, sie gehen ein Stück mit dir oder sie fragen dich direkt, ob sie dich dort hin fahren sollen! Im Supermarkt wirst du immer gefragt wie es dir geht ("Hi, how are u going?") und die Kassiererinnen räumen mit dir deinen Einkauf ein, kein Stress, alles easy dort.

 

Genug Geschichten für heute. Es ist schon so spät. Irgendwie ist unser Rythmus noch ein bisschen durcheinander. Schlafenszeit ist bei uns momentan zwischen 2 Uhr und 5 Uhr morgens, das muss sich mal ändern, denn sonst verschläft man den ganzen Tag! Wenn ich sonst im Urlaub bin, würde ich nie auf die Idee kommen, nur zu schlafen. Deshalb fühlt es sich gerade nicht mehr komplett wie Urlaub an. Man lebt einfach so wie zuhause, nur dass man nicht zuhause ist

..... und es alles ein bisschen komplizierter ist. Aber "no worries, mate!"

 

Weitere Erlebnisse folgen! :)

Eisige Kälte!
Eisige Kälte!

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