Ich habe einen Job!

G'day, mates!

 

Die letzten Tage waren wirklich sehr stressig. Kann man sich vielleicht nicht so wirklich vorstellen, da ich erst frisch in einem neuen Land ankam, aber genau deshalb ist es glaube ich auch anfangs etwas viel, was man organisieren muss.

Außerdem waren Renée und ich in unserem Au-Pair-Job in letzter Zeit sehr fleißig, wobei wir neben dem Babysitting auch den Haushalt geschmissen und Auto gewaschen haben. (Lieblingsaufgabe eines Jeden  ;-), aber dafür sparen wir eben viel Geld für eine Unterkunft und leben bei einer wirklich netten Family!). Am Montag und Dienstag waren wir also den ganzen Tag am Arbeiten (in unserer Unterkunft) und am Mittwoch hatte ich dann mein heiß ersehntes "Interview". Ich habe mir ehrlich gesagt vorgestellt, dass man -wie in Deutschland- ein einzelnes Gespräch führt. Hier lief das irgendwie anders :D Ich kam zu dem Haus, wo die Organisation (dazu später mehr) ansässig ist, in der Hoffnung auf ein normales Bewerbungsgespräch. Stattdessen aber wurde ich in einen Besprechungsraum geschickt, in dem -neben mir- noch ca. 10 weitere Bewerber waren. Anschließend hat ein Mitarbeiter eine Präsentation gehalten und uns ein wenig eingeführt in das, was uns erwarten wird. Denn ehrlich gesagt: Ich habe mich zwei Tage zuvor einfach wie blind überall beworben, was in meiner ungefähren Nähe lag und wo ich dachte, dass ich die richtigen Voraussetzungen habe. Dennoch ich hatte teilweise keine Ahnung, wo ich mich da beworben habe. So auch bei diesem "Interview". Oft stand auch nur da, wie viel Geld man verdient und welche Qualifikationen haben soll und gar nicht, was man genau machen muss. Trotzdem habe ich  ungefähr jedem meinen CV (engl.:"Curriculum vitae; deutsch: Lebenslauf) geschickt. Daher riefen mich dann auch die ganze Zeit irgendwelche australische Nummern an, die ich nicht zuordnen konnte. Und als ich dann dran ging, verstand ich nur die Hälfte, da der australische Akzent schon ein wenig schwer zu verstehen ist - zumindest, wenn man nicht die Mundbewegungen sieht, weil man telefoniert :D jedenfalls geht es mir so! Telefonieren kann ein wenig verwirrend sein. Dementsprechend führten die Telefonate nie so zum Erfolg, entweder brach die Verbindung ab, die Leute haben nicht zurückgerufen oder ich nicht.. bis ich dann u.a. von Green Impact (wo ich jetzt auch bin) eine Einladung zum Interview erhielt.

Nach der von dem Mitarbeiter gehaltenen Präsentation, sollte sich also dann jeder selbst vorstellen - vor allen.

Von "Was ist dein Name" über "Erzähle was interessantes über dich" und "Was reizt dich an diesem Job?" bis hin zu Umweltfragen.. und ich, die 1. keine Ahnung hatte, was sie jetzt tatsächlich arbeiten muss, da die Präsentation auch nur so larifari war, und die sich 2. 0,0% mit der Thematik Umwelt in Australien befasst hat,  sollte dann auch noch etwas schlaues dazu sagen? Naja, anscheinend war es akzeptabel, denn ich wurde tatsächlich angenommen :) Mittags habe ich einen Anruf bekommen, wo mir mitgeteilt wurde, dass ich am nächsten Tag (heute) zum Training vorbeikommen kann!

 

Kurze Jobbeschreibung:

Organisation: Green Impact

Zusammenarbeit mit: u.a. WWF

Aufgabe: Leute davon überzeugen, dass man Geld für die Umwelt, Tiere usw. spenden soll, da die Situation zB am Great barrier reef relativ schlecht aussieht.

 

Das Training

Heute Morgen war ich ca. 1,5 h unterwegs bis ich den Standort meiner Arbeit erreichte. Ist eigentlich schon relativ lang, weshalb ich auch ab Dienstag, wo wir sowieso hier in unserer HelpX-Unterkunft rausgeworfen werden (nein, wir haben nichts schlimmes getan, war alles nur begrenzt bis Dienstag :D ),auch gerne in die Nähe ziehen möchte, sodass ich vielleicht sogar zur Arbeit laufen kann.

Als ich ankam, warteten dort ca. 6 weitere Leute. Drei deutsche Backpacker, ein englischer Backpacker und zwei einheimische Mädels :) Sind alle ganz nett, aber gefühlt können die alle besser Englisch sprechen als ich, weshalb es irgendwie ein bisschen doof ist. Aber naja, ich bin ja hier, um es zu verbessern und solange man sich ganz gut verständigen kann, ist ja alles easy. Und sooo schlecht bin ich vielleicht auch nicht, die Grammatik ist halt nicht perfekt und ich rede nicht so schnell wie die Aussies, aber was solls ? :-)

Im Training kam dann der Chef (so wie ich das verstanden habe) und wir sollten uns wieder vorstellen.. - ich liebe es.. nicht!

Anschließend haben wir den Papierkram ausgefühlt - ich dachte eigentlich, dass es entsprechend der australischen Einstellung "No worries, mate"  gar keine Verträge hier gibt, aber dem war nicht so :D

Anschließend wurde uns eine Präsentation gezeigt - mal wieder (verstanden habe ich davon jetzt auch nicht alles, aber wird schon irgendwie)- und danach einige kurze Dokus geschaut. Ton war relativ leise, es wurde schnell gesprochen und die Tonqualität war bescheiden - perfekt, um als Deutscher zu verstehen, was da gerade gesagt wird! Wie ihr seht, habe ich nur so 50% verstanden, also hoffe ich, dass ich nichts schlimmes unterschrieben habe! Obwohl, so schlimm wie es sich anhört, ist es auch nicht. Man konnte schon ganz gut mitkommen, aber ich merke, dass ich kein Muttersprachler bin:D

Genug zu den Sprachproblemen! Anschließend haben wir gelernt, wie man vor den Leuten auftreten muss, um sie zu überzeugen, sich für die Umwelt einzusetzen (in Form einer Geldspende). Wir sollten auf Gestik und Mimik achten und haben einen Text bekommen, den wir als Vorlage nutzen sollen.

Wir sollen also dann auf die Straße gehen (bekommen ein Auto pro Team, mit dem wir an den jeweiligen Standort fahren sollen) , in Arbeitskleidung : Green Impact Shirt, schwarzer Hose (, die ich nicht dabei habe) und schwarzen Schuhen (, die ich auch nicht dabei habe) und mit IPads bewaffnet (, die uns immerhin gestellt werden und für die man nicht bezahlen muss, solange man sie nicht kaputt macht) und Leute ansprechen.. 

That's it. Nicht sehr besonders, aber man tut was gutes! 

Nächsten Mittwoch geht es für mich los. Darauf bin ich mal gespannt. Vorher muss ich mir aber noch eine Share-Flat (Zimmer in einer Wohnung) organisieren, da es viel billiger und sauberer als ein Hostel ist. Hoffentlich finde ich noch was, es bleibt spannend.

Ich dachte wirklich nicht, dass es so ein komisches Gefühl ist, wenn man zeitweise nicht weiß, wo man die nächste Zeit leben soll.. der Unterkunftswechsel (bisher erst zwei Mal) stört mich jetzt schon ein bisschen, obwohl zwei Mal nun wirklich bei drei Wochen in Ordnung ist. Dennoch wäre ich sehr glücklich, wenn ich eine Wohnung finde, in der ich einziehen kann, um dort 2-3 Monate zu bleiben. Denn dann kann man sich an alles gewöhnen und sich besser einleben. Vor allem, weil ich solange gerne arbeiten würde, um danach evtl. ein Auto zu kaufen und an der Küste entlang komplett um Australien zu reisen. Mal sehen, ob das alles so funktioniert.

Renée und ich müssen uns deshalb auch ab Dienstag (so wie es aussieht) aufteilen, da sie jetzt schon ein Auto kaufen und losreisen möchte.. bin deshalb gerade noch mit mehreren Leuten in Kontakt, die ca. meine Pläne haben, mit denen ich mich dann zusammen schließen kann. Da von diesen Leuten viele erst Mitte November ankommen, muss ich vorläufig alleine etwas suchen. 

Es ist schon eine Tatsache, die einem Angst machen kann. Alleine in Sydney, aber ich man trifft hier wirklich schnell Leute. zwar nicht so "Best friends forever" - mäßig, aber einfach coole Menschen :).

 

Gestern zum Beispiel saßen wir mit zwei weiteren Backpackern im Hyde Park und plötzlich setze sich ein ca. 38-Jähriger Mann zu uns und redete so als ob er uns schon Jahre kennt. Die Deutschen denken natürlich immer sofort kritisch und fragen sich "was soll das jetzt?", aber so ist das hier. So gut wie jeder ist kontaktfreudig, hilfsbereit und locker drauf. Deshalb passt das Motto "No worries, mate" zu 150%.

 

Story:

Renée und ich waren mit einer Bekannten im Handy-Laden (Telstra), um ihr eine SIM Karte zu kaufen. Letztendlich war das komplette Fach kaputt, wo die SIM-Karte herein kommt, sodass wir unsere erste unschöne Diskussion auf Englisch hatten.

Die Beraterin hatte keine Kompetenzen, die dabei helfen konnten ,das Problem zu lösen. Sie wiederholte nur minutenlang, dass sie keine Ahnung hat, was zu tun sei, obwohl das Handy vor dem Besuch bei Telstra noch funktionierte. Wir haben jedenfalls so lange argumentiert, bis unsere Freundin ein neues Handy gratis bekommen hat. Zwar kein super gutes, aber immerhin ein Androit, worauf man Whatsapp etc. laden kann...

In dem Handy - Laden sah es allerdings sehr nobel und schick aus. Sogar eine Leinwand, an der man Fotos machen konnte, war darin. Die Fotos folgen unten! :)

 

Es ist hier schon 23:30 Uhr und da ich heute um 6 Uhr aufstehen musste und morgen auch eher früher aufstehen werde, damit wir mittags noch zum Strand können (sehr gutes Wetter im Anmarsch, wobei es die ganze Zeit schon T-Shirt bis Top-warm ist:D).

 

P.s.: Wenig schreiben? -Kann ich!

 

Gute Nacht & Cheers !

 

Melissa

 

 

 

 

 

 

Hydepark
Hydepark
Hydepark
Hydepark
Made by Telstra
Made by Telstra
Handyladen
Bei Telstra (siehe oberes Foto)
Auto waschen
Auto waschen

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