Wenn einem davon abgeraten wird, ins Ausland zu gehen...

So oft schon habe ich mitbekommen, dass Eltern zu oder über ihr Kind sagen, dass es nicht ins Ausland solle.

Es sei zu gefährlich, zu teuer, eine Zeitverschwendung.

 

Dazu möchte ich jetzt einmal Stellung nehmen.

Viele Schulabgänger, aber auch junge Erwachsene, die die Ausbildung abgeschlossen haben, oder auch Menschen, die einfach eine Pause haben wollen, gehen ins Ausland. Da ich Erfahrungen mit Work and Travel und auch zeitweise Au Pair gesammelt habe, gehe ich speziell darauf ein. Allerdings denke ich so auch über die Varianten Freiwilligendienst oder Highschool Jahr... oder auch im Ausland studieren.

Vor 30 Jahren gab es noch nicht so eine Welle von vorallem Deutschen, die ihre Koffer gepackt haben, um in  die weite Welt zu ziehen.

Doch seit einigen Jahren wurde es zum Trend, einfach mal eben nach Australien (*Beispiel) zu fliegen und "sich selbst zu finden".

Genau dieses sich selbst finden wird meist als lächerlicher Grund abgestempelt. Denn sich selbst finden kann man ja auch während des Studiums (*), da ist man auch stressigen und schwierigen Situationen ausgesetzt, kann auch ausziehen und ist somit alleine.

Das stimmt wohl, allerdings ist ein Auslandsaufenthalt eine wertvolle Erfahrung, die man niemandem nehmen kann.

Es ist nicht nur die sprachliche Barriere, die oftmals gebrochen werden muss. Die einen können die Sprache nicht perfekt, die anderen vielleicht schon, aber schämen sich, sie anzuwenden und wieder andere können sich verständigen, verstehen die Einheimischen aber nicht und und und.

Es ist eine Herausforderung, aber nach einiger Zeit lösen sich diese Sprachbarrieren und man ist stolz, weil man eine weitere Sprache fast fließend sprechen kann.

Außerdem muss man sich an die Kultur gewöhnen, sich anpassen und komplett umstellen.

Doch gerade in Australien, erlebt man die Menschen anders. Sehr freundlich, hilfsbereit, aufgeschlossen, fröhlich, aber auch nicht so verbindlich und zuverlässig wie in Deutschland. Wobei es natürlich immer Ausnahmen gibt.

Zum finanziellen Aspekt: Man verdient in Australien im Normalfall als Backpacker ca. 500-1500 Dollar/ Woche, je nachdem in welchem Bereich und wie viel man arbeitet. Dies ist also viel mehr als man als Aushilfe in Deutschland verdienen würde.

Wenn man, bevor man ausreist, arbeiten geht, kann man sich das alles auch finanzieren.

An dieser Stelle möchte ich von Organisationen abraten. Ich selbst habe es auch bis zum Schluss nicht geglaubt, aber sie wollen nur das Geld, verprechen viel, aber machen es oft dann doch nicht. In Australien trifft man so viele Menschen, die einem helfen können - und das kostenlos.

Der nächste Aspekt sind Kontakte. Diese sind einerseits wichtig für eine gute Zeit im Ausland, also Kontakte im Sinne von Freunden. Außerdem meine ich Kontakte im Sinne von Arbeitskontakte. Wenn man Leute in Australien kennt, die zB. einen eigenes Unternehmen haben oder auch Mitarbeiter, dann hat man immer ganz gute Möglichkeiten, dort vielleicht nochmal zu arbeiten, ein Praktikum zu machen usw..

Der stärkste Grund, warum man dem Kind das Ausland nicht verwehren sollte, ist, dass man sich persönlich so sehr weiter entwickelt.

Zum Thema Australien gibt es tolle Videos auf Youtube auf dem Kanal "DK in OZ".

Er sagte in einem Video.

 

"Am Ende eures Lebens steht ihr vor euch selbst und ihr müsst euch selbst die Frage beantworten: Habe ich alles aus meinem Leben gemacht, was ich machen wollte und was ich hätte machen können? Habe ich alle meine Ideen gelebt? Habe ich alle meine Möglichkeiten ausgereizt oder habe ich nur das Leben gelebt, was andere von mir sehen wollten?"

 

Besser kann man es nicht ausdrücken.

Und jeder, der sagt "Du kannst das nicht, lass es lieber", der verunsichert einen. Aber an alle, die wirklich ins Ausland wollen: Tut es, hört nur auf eure Stimme, die sagt, ihr wollt gehen.

 

Angst beginnt im Kopf, Mut ebenso.

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Zurück in Deutschland!

Hallo!

Da vielleicht manche Leser nicht informiert sind; Ich bin am 28. März zurück nachhause geflogen!

 

Ich werde wahrscheinlich bald noch einige Artikel schreiben, die das Auslandsjahr betreffen (Tipps).

Wer daran Interesse hat, kann einfach nochmal zurück auf meine Homepage kommen :-)

Liebe Grüße

Melissa

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Mount Warning erklimmt/ Flug gebucht

Mount Warning

Am letzten Samstag ging es in einer siebener Gruppe voller deutscher Backpacker - wie auch sonst - nach New South Wales ins Hinterland gefahren, um den Mount Warning zu besteigen. Das hört sich jetzt sehr anspruchsvoll an, vielleicht zu anspruchsvoll, wobei es wirklich unglaublich anstrengend war. 6,5 h sind wir gewandert und gegen Ende Felsen hochgeklettert (bestimmt 50m). Das war das anstrengenste, was ich je gemacht habe und wahrscheinlich auch das gefährlichste..

Der Regenwald war unglaublich schön, inmitten von der Natur hat man wirklich gespürt, dass man in Australien ist. Wir haben sogar eine Schlange gesehen (siehe Bildergalerie).

Teilweise dachten wir wirklich, dass wir nie ankommen. Die Leute, die uns entgegen kamen, lachten immer nur so nach dem Motto " Wenn die wüssten, was sie noch vor sich haben".

Als wir dann die "Bergspitze" erklimmten, trafen wir -wie auch anders- nur auf Deutsche.

Wie einer der Deutschen sagte "Da reist man ans andere Ende der Welt, besteigt im Nichts einen Berg und wen trifft man? -Die Deutschen." Der Ausblick war gigantisch. Man konnte bis zur Goldcoast schauen!! Mit zahlreichen Fotos (sorry nochmal:D) und tollen Erinnerung kamen wir abends zurück.

War ein schöner, anstrengender und abenteuerlicher Tag.

 

Flug

Mein Flug nach Sydney Ende April ist gebucht :-) Das wird mein erster Flug alleine, deshalb bin ich schon etwas aufgeregt, aber guter Dinge, dass ich trotzdem irgendwie ankomme.

 

An alle, die fragen, wann ich heim komme? -Noch nicht sicher :-)

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Eigenartige Zimmergenossen

Hallo zurück!!

 

Ich weiß nicht, wann ich den Text hier auf den Blog stellen kann, weil ich momentan keine WLAN - Verbindung habe.

 

Heute ist Freitag, 10.03. - Wahnsinn! Wie schnell die letzten Wochen jetzt rumgegangen sind.

Ich habe lange nichts mehr hier geschrieben, was einfach daran lag, dass ich entweder beschäftigt war oder kein Internet hatte oder keine Lust hatte, etwas zu schreiben.. Jetzt habe ich aber ein paar Dinge zu erzählen, weshalb ich top motiviert bin, einen Blogeintrag zu verfassen.

 

Als erstes gebe ich mal ein kurzes Unterkunftsupdate:

 

Ich lebe nach wie vor im Hostel, in dem ich seit sechs Wochen bin, also seit ich in Brisbane angekommen bin. Langsam kommt der Zeitpunkt, an dem das Hostelleben mich nervt, ich mich aber gleichzeitig aber auch damit abgefunden habe. Abgefunden damit, dass Sachen geklaut werden, dass ich paar Mal die Woche an die Rezeption marschieren kann, um mein Bett für die nächste Zeit zu sichern, damit, dass man nur begrenzt Essen kaufen kann, weil im Kühlschrank kaum Platz ist oder es dann geklaut wird, damit, dass man nicht jederzeit duschen kann, dass man nie alleine ist und ewig warten darf, bis man eine Platte in der Küche abbekommt.

Naja, wie gesagt, ich habe mich mehr oder weniger damit arrangiert. Aber doch muss ich jetzt noch etwas zu meinem Zimmer und den Bewohnern sagen.

Erstmal bin ich natürlich die einzige im Zimmer, die seit eineinhalb Monaten hier lebt.. Demnach bekomme ich fast täglich neue Zimmergenossen.

Ich lebe hier in einem 8er mixed Dorm.. Ja, hört sich vielversprechend an. Es ist ein kleiner, dunkler Bunker, in dem also immer acht Menschen hausen. Ich weiß gar nicht, bei welchem Bewohner ich anfangen soll. Bei dem 60-jährigen Asiaten, der mit seiner Kappe schläft, schnarcht, als wenn es kein Morgen gäbe, telefoniert bis spät in die Nacht ? Oder lieber bei der bestimmt 50-jährigen Frau, die plötzlich, wenn man nicht damit rechnet, dass jemand im Zimmer ist, aus dem Bett aufspringt? Die es einfach nicht nachvollziehen kann, dass bei einem gratis BBQ im Hostel keine Kartoffeln und keinen Salat gibt..Okay, das kann ich nicht undetailliert stehen lassen. Ich beginne aber mit einer anderen Story, die daran anknüpft. Vor ein paar Tagen fragte mich die Frau, ob es heute gratis Popkorn gäbe. Ich erklärte ihr daraufhin, dass es ab 20 Uhr mit einer Maschine gemacht wird. Sie konnte es nicht fassen, dass es um 20 Uhr passend zu dem Film, Popkorn gibt. Weshalb es das denn nicht um 17 Uhr gäbe, sie esse doch immer um 17 Uhr Popkorn. Ich wusste gar nicht, dass manche Menschen statt dem Üblichen Kaffee und Kuchen, einen Popkorn Nachmittag machen. Interessant. Naja, daraufhin regte sie sich noch 5 Minuten auf und fragte mich mehrfach, ob ich mir denn UM 20 UHR Popkorn holen würde. Spät sei das, sehr spät. Wer Popkorn um 20 Uhr isst, merkwürdig, was sind das für Leute?

Einen Tag später:

In dem Hostel hier gibt es mittwochs kostenloses BBQ. Toast, Würstchen - sogar vegetarisch- , Ketchup und Senf. Eigentlich genug, dafür , dass es kostenlos ist. Die Frau, die eben in meinem Zimmer ist, deren Namen ich aber nicht kenne, fragte mich, ob es heute der Grillabend ist. Ich erwiderte daraufhin “ja.”. Sie legte es mal wieder darauf an und fragte, ob es auch Kartoffeln und Salat gäbe.

Also für ein Hostel, das so billig ist wie dieses hier (für australische Verhältnisse), ist es schon krass und sehr gut, dass es ein gratis BBQ gibt. Ich entgegnete daraufhin, dass es nur die o.g. Dinge gibt. Nein, sie konnte das nicht glauben. Wie kann das Hostel sich erdreisten, keinen Salat und keine Kartoffeln für geschätzte 80 Menschen zu kaufen?? Man sollte sich beschweren. Sie wiederholte die ganze Zeit ihre Frage, in der Hoffnung, ich würde irgendwann sagen “das war ein Scherz, es gibt doch Salat!”. Ich ignorierte sie nach einer Weile, irgendwann sagte ich dann aber zu ihr, dass sie sich ja gerne ihre Beilagen kaufen kann, wenn es doch so billig ist. Sie meinte darauhin nur beleidigt, dass sie ja offensichtlich nicht viel Geld habe, weil sie ja im Hostel wohne.  Hmm, ich dachte, es ist so billig?

Komische Person. Sie arbeitet irgendwie Tag und Nacht am Laptop, geht nicht aus dem Zimmer raus und verkriecht sich unter ihrer Bettdecke und treibt Gott weiß was.. 

Außerdem war hier eine Gang, bestehend aus drei Typen und zwei Mädels. Besonders angenehme Truppe: Saßen bis 3 Uhr nachts in der Tür , die man nicht zu machen kann, nahmen ihre Drogen und meinten dann, ihre nassen Sachen AUF MEIN BETT ZU LEGEN!!! Das kam dann doppelt zurück, danach haben sie das Zimmer verlassen. Irgendwie können sich viele Menschen nicht benehmen.

Außerdem war ein Mädchen in dem Zimmer, das die schlimmste Unordnung der Welt hatte.

Ihr Bett war voller Klamotten, überall Essensreste, sie selbst schlief, wenn sie denn mal nicht auswärts war, ausnahmslos in ihrem Bikini. Ich weiß nicht, was hier los ist. :D

Dann war eine weitere Gruppe voller Typen in dem Zimmer, Marie und Ronja, falls ihr das lest: Matratzenalarm!:D Jedenfalls hatten sie alle ihren Spaß, bis dann das eine Bett was vom Lattenrost verlor.. 

Ich muss überlegen , was noch so passierte, aber das sind schon die Highlights.

Bald ziehe ich aber aus in eine Wohnung zu einer australischen Familie für bis zu eineinhalb Monaten, also bis ich weiterreise. Mal sehen, das Haus ist etwas abseits gelegen und ich kenne dort niemanden.. 

 

“Wie läufts denn auf der Arbeit, Melissa?”

 

Gut. Sehr gut, besser gesagt. Ich arbeite ja in einem Büro und bin für die Logistik und teilweise auch fürs Marketing oder Sales zuständig #vonallemeinbisschen

Ich werde ganz normal bezahlt, allerdings läuft es mehr oder weniger unter Praktikum. Ich lasse es nämlich für mein Studium als Vorpraktikum anerkennen. Doppelt praktisch also diese Erfahrung.

Jetzt kommen die Highlights meines Jobs: Ich hab ein Auto bekommen sowie Dienstklamotten und ICH GEHE AUF DIENSTREISE! Ende April darf ich nach Sydney fliegen und auf einer Messe assistieren. Wo ich unterkomme? Im Hotel. Ein Traum. Ich weiß nicht, wieso ich jetzt so ein Glück habe.. Ich freue mich unglaublich darauf.

Die Arbeitskollegen sind unglaublich nett und hilfsbereit, man hört so etwas wie “You´re the best” (auch wenn es nur eine Redewendung ist) oder “Go ahead, I trust you”. Mein Chef hat da nicht kontolliert, was ich dokumentiert habe, und es mich einfach raus schicken lassen.. Es ist wirklich krass, wie sehr einem vertraut wird und wie viel einem zugetraut wird. 

Die Arbeit selbst ist teilweise etwas eintönig, weil ich öfter einen Vorgang 1000 Mal (kein Witz) ausführen muss, aber alles in allem kommt immer was neues und ich mag es, wenn ich weiß, was ich zutun habe. 

Die Hälfte habe ich nächste Woche schon rum, dann sind es nur noch sechs Wochen.

Danach mache ich mich auf meine Reise nach Cairns und eventuell zum Ayers Rock und dann nach Asien. Mal sehen, was kommt, buchen werde ich noch nicht. Meine Spontaneität ist wieder etwas zurück gekehrt.

 

AKTUELLES:

 

Ich habe in der letzten Zeit viele tolle Menschen kennengelernt. Im Hostel lassen sich ab und an ja auch mal normale Menschen blicken:D Okay, nicht zu ernst nehmen.

Natürlich versteht man sich mit vielen Menschen, aber selten mit jemandem 100%ig oder wenigstens 80%ig. Ich muss euch jetzt nochmal nennen: Marie und Ronja. Kommt schnell wieder zurück in Room 29! Ich halte es alleine nicht aus:D

Am Samstag (morgen) geht es ins HINTERLAND. Dorthin gehts mit einer kulturell bunt gemischten Gruppe.. nicht: ALLE DEUTSCH. Aber ich kenne noch niemanden davon, wir haben uns durch die Facebook Gruppe der Backpacker Australiens verabredet, einen Roadtrip zu machen. Ich bin sehr aufgeregt und freue mich sehr. Die Fotos im Internet sehen megamäßig aus.

 

HANDY KAPUTT

 

Wie einige wissen, mein Handy ist durch die Hitze kaputt gegangen. Immer wieder wurde angezeigt, dass es über 43 Grad heiß ist und es hat dann auch immer Stunden lang gehongen und ich konnte nichts anklicken. Da ich ein Navigationssystem und meinen Wecker brauche, und der Wecker, den ich mir kaufte, geklaut wurde, musste ich mir ein neues kaufen.. Sehr ärgerlich.

 

Ansonsten ist soweit alles okay, mit einer Ausnahme: ich hab im Bett Allergieprobleme, das ist eher nicht gut, aber ich ziehe ja bald aus. 

Schade ist, dass viele Leute, die man trifft, schon weiterziehen.. Man trifft inspirierende Menschen, wie in etwa welche , die gerade auf ihrer Weltreise sind. Respekt an euch beide, wenn ihr das lest.

 

Achso, ich war sogar bei einer Wahrsagerin.. Und das unglaubliche ist: Sie wusste so vieles, was tatsächlich wahr ist!!!!

Unheimlich! 

 

Ich bin später verabredet, solange liege ich noch etwas hier rum, höre Musik und ruhe mich aus, denn ich bin wirklich müde.

Generell freue ich mich total, weil fast jeder, den ich hier getroffen habe in Australien, nochmal nach Brissi kommt und ich diejenigen dann nochmal sehen werde.

 

Ich habe gerade nichts weiteres , wichtiges zu erzählen. 

 

Melde mich bald.

 

Eure Melissa

 

 

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Erstes Youtube Video

Huhu!

 

Ines und ich haben unser erstes Youtube Video gemacht. Wer Lust hat, kann gerne vorbeischauen (Button mit dem Link zum Video befindet sich unten. Wir wissen nicht, ob wir sowas jetzt regelmaessig machen werden, falls ja werde ich die Videos in der oberen Leiste dieses Blogs (neue Rubrik: Videos) verlinken.

 

Eure Melissa

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Quotes


“Why do you go away? So that you can come back. So that you can see the place you came from with new eyes and extra colors. And the people there see you differently, too. Coming back to where you started is not the same as never leaving.” 
― Terry PratchettA Hat Full of Sky

“Wherever you go becomes a part of you somehow.” 
 Anita Desai

“I have found out that there ain't no surer way to find out whether you like people or hate them than to travel with them.”
 Mark TwainTom Sawyer Abroad